Slide background

Im Arbeitsmarktgespräch wurde deutlich, dass die negative wirtschaftliche Entwicklung bereits im Anstieg der Arbeitslosenzahlen sichtbar wird. Betroffen sind vor allem Männer. Das Kurzarbeitergeld bleibt ein wichtiges Instrument, um Entlassungen zu vermeiden.

Die demografische Entwicklung stellt für den Arbeitsmarkt der nahen Zukunft das größte Problem dar. Dem versucht man durch die Rekrutierung ausländischer Fachkräfte zu begegnen, etwa aus Mexiko. Ärzte und Pflegekräfte werden angeworben.


Ich wies an dieser Stelle auf die große Gefahr unzureichender Sprachkenntnisse gerade in diesen Berufen hin, die lebensgefährlich werden kann.
Stattdessen müssen wir eine aktive, positive Familienpolitik betreiben und damit für eigenen Nachwuchs sorgen.

Ein großes Vermittlungshemmnis ist der unzureichende öffentliche Nahverkehr. Viele Menschen können nicht zuverlässig von A nach B gelangen, was die Arbeitsaufnahme verhindert.

Gleichzeitig fehlen Erwerbsanreize, um mehr Menschen in Beschäftigung zu bringen.

Besonders die Jugendarbeitslosigkeit wurde deutlich angesprochen. Es beginnt bereits damit, dass ca. 11 % der Jugendlichen ohne Schulabschluss bleiben und ein immer größer werdender Anteil nach der Schule keine Ausbildung aufnimmt.

Um Jugendliche frühzeitig für eine Arbeit zu begeistern, wurde empfohlen, mehr Berufspraktika anzubieten und das 4+1-Modell verbindlich zu gestalten, bei dem über ein gesamtes Schuljahr hinweg drei unterschiedliche Praktika absolviert werden.

Dieses Instrument sollte fest im Schulsystem verankert werden, um Jugendlichen realistische Einblicke in verschiedene Berufe zu ermöglichen.

Ergänzend braucht es auch ein stärkeres Azubimarketing, das junge Menschen anspricht.

Im Landkreis Harz verschärfen soziale Probleme, steigende Bürgergeldzahlungen und die fehlende Mobilität die Situation zusätzlich.

Insgesamt wurde betont, dass Politik, Schulen, Betriebe, Familien und Jugendliche gemeinsam zur Stabilisierung des Arbeitsmarkts beitragen müssen.
Ich ergänzte aus eigener Erfahrung in unserer Lehrlingsausbildung, dass es ganz besonders wichtig ist, den jungen Menschen wieder unsere deutschen Werte zu vermitteln.
Ohne die Einsicht, dass Fleiß, Ordnung, Sauberkeit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Respekt und Pflichtbewusstsein für den Einstieg in das Arbeitsleben notwendig sind, können die Anforderungen der Betriebe und Unternehmen an die Arbeitnehmer nicht erfüllt werden.
Gewinnen wird dann zukünftig immer mehr die KI.

Große Herausforderungen kommen auf diejenigen zu, die die Politik der Zukunft gestalten werden. Aber der Grundstein für die nächste Generation muss in den Familien gelegt werden.

Ich bedanke mich für das hochinteressante Gespräch in einer sehr angenehmen Atmosphäre.

Kommentarformular ausblenden

2000 Zeichen stehen noch zur Verfügung